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Beratung colorektales Karzinom

Früh erkannt heißt meist besser heilbar. Auch der Dickdarm- und Enddarmkrebs (der Arzt
spricht von kolorektalen Karzinomen), der in Deutschland immer noch die zweithäufigste
Krebstodesart ist, hat durch Früherkennung viel von seinem Schrecken eingebüßt.


Durch eine konsequente Vorsorge kann diese Krebsart fast vollständig verhindert
werden.
Das neukonzipierte Programm zur Früherkennung von Darmkrebs bietet nunmehr mit
dem zusätzlichen Angebot der Darmspiegelung (Koloskopie) die Chance, bereits die
Vorstufen von Krebs zu erkennen und dann gleichzeitig zu entfernen, sodass Krebs erst
gar nicht entstehen kann.
Darmkrebs entsteht aus Wucherungen der Schleimhaut, sogenannten Polypen.
Diese sind zunächst gutartig, sie wachsen aber im Verlauf immer weiter und schlagen
schließlich in Krebs um. Dieser Vorgang geht sehr langsam vor sich und dauert meistens
viele Jahre, sodass man ausreichend Zeit für die Früherkennung hat.
Während bei jungen Menschen Darmpolypen sehr selten sind, nimmt ihre Häufigkeit mit
zunehmendem Lebensalter stark zu.
Der Zeitraum mit der stärksten Zunahme liegt zwischen einem Alter von 50 und 60
Jahren, sodass in diesem Zeitraum auch die Früherkennung ansetzt.
Im Alter von 60 Jahren kann schätzungsweise mit einer Häufigkeit von 10-15% bei allen
Menschen mit dem Vorliegen solcher gutartigen Polypen gerechnet werden.
Zur Früherkennung wird Ihnen jetzt ab einem Alter von 55 Jahren von Ihrer
Krankenkasse die Durchführung einer Darmspiegelung angeboten.
Bei der bisherigen Früherkennung mit Untersuchung des Stuhlgangs auf verstecktes Blut
besteht der große Nachteil, dass der Test bei zu vielen Polypen und Krebs negativ bleibt,
der Test muss jährlich wiederholt werden, oft hat man positive Testergebnisse, die dann
starke Verunsicherung hervorrufen und bei der Untersuchung dann doch häufig keinen
Krebs zeigen.
Bei der Früherkennung mit einer Darmspiegelung wird der gesamte Dickdarm genau
untersucht und man hat nach der Untersuchung vollkommene Klarheit und Sicherheit.
Bei unauffälligem Befund besteht kein Darmkrebsrisiko für mindestens 10 Jahre und es
braucht auch keine andere Untersuchung gemacht zu werden.
Die Darmspiegelung erfolgt mit einem dünnen, biegsamen Schlauch, der Darm wird
ausgeleuchtet und die Bilder über eine Videokamera übertragen.
Krebs und Polypen können sofort erkannt werden und die Polypen können bei der
gleichen Untersuchung entfernt werden.
Da die Untersuchung nicht ganz angenehm und manchmal schmerzhaft ist, erfolgt diese
unter einer nach Bedarf oder Wunsch gesteuerten Betäubung.
Damit ist der überwiegende Teil der Untersuchten sehr mit der Darmspiegelung
zufrieden.
Das Risiko einer Darmspiegelung ist sehr klein, eine Organverletzung tritt etwa bei einer
von 10.000 Darmspiegelungen auf.
Nutzen Sie also diese Chance, Darmkrebs gar nicht erst entstehen zu lassen.
Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt und lassen sich über die Einzelheiten beraten.